Patronatsfest 2011
50. Kirchweihjubiläum
am 1. Pfingsttag 2011
Fast einen Monat feierte die Heilig-Geist-Kirchengemeinde ihr 50. Kirchweihjubiläum. Am Pfingstsonntag 2011 fand das Fest seinen Höhepunkt.
Dechant Siegmund Bulla begrüßte die über 330 Gäste, unter anderem auch aus dem Saarland und dem Rheinland, sowie insbesondere Bürgermeister Michael Lebid und Winfried Meyer, ehemaliger Pfarrer der Gemeinde von 1967 bis 1971, als Ehrengäste.
Dechant Bulla ließ die Anfangszeit Revue passieren und erinnerte:
„Als die Pulverfabrik Eibia entstand, wurden Arbeiter aus dem Ruhrgebiet angeworben. Eine Handvoll „Exoten“, Katholiken, waren auch dabei. Es kamen freiwillig und gezwungen Fremdarbeiter aus der Slowakei, aus Schlesien und aus Belgien. Polen und Ukrainer gesellten sich dazu. Halb Europa war plötzlich in Bomlitz. Den Glauben haben sie mitgebracht. Ihre Kirchen mussten sie stehen lassen. Auch der vertraute Gottesdienstbesuch war nicht möglich. Bitter für viele. Einzelne, kraftvolle Persönlichkeiten, wie der mächtige Werksdirektor Franz Classen und der Werksarzt der Eibia Dr. Hans-Josef Bollig, sammelten eine kleine Gemeinde um sich. Beide hätten auch der Position des Nationalsozialismus verfallen können. Sie aber hingen an ihrer Kirche und sie versuchten, auch anderen den Glauben schmackhaft zu machen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fluteten Vertriebene nach Bomlitz. Classen, Dr. Bollig und der legendäre „Bahn-Wolf“ Wilhelm Wolf, zuständig für das Transportwesen bei der Firma Wolff, nahmen es in die Hand, eine Kirche zu bauen. Domkapitular Georg Danel schreibt in seinem Grußwort: Für mich unvergessen die Feiern in der Holzbaracke. Mit selbst mitgebrachten Holzscheiten wurde im Kanonen-ofen vor der Messe ordentlich Feuer gemacht, so dass es bei der Messe ordentlich qualmte und jeder dachte, es sei warm. Diese Gruppe von Heimatlosen, Entwurzelten und Ausgegrenzten, hat es tatsächlich geschafft, eine Kirche zu bauen. Stärke gab ihnen der Glaube. Mit Pfarrer Johannes Schlingermann entstand eine bis heute nicht wieder erreichte, wenn auch bleibende, ökumenische Freundschaft. Es steckt schon sehr viel Herzblut in diesen 50 Jahren. Und es geht weiter. Diese Gemeinde ist lebendig. Hier wirkt der Heilige Geist. Dies ist ein Ort der Begegnung Gottes mit den Menschen. Eine Kirche geführt und erfüllt mit dem Heiligen Geist. Unsere Heilig – Geist Kirche. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Bleib so jung wie du bist. Amen.“
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Musikalisch bereichert wurde der stimmungsvolle Gottesdienst durch den Singekreis, dem Organisten Bernward Otto, dem Bläserkreis und dem Gospelchor unter Leitung von Diakon Klaus Hartwig.
Sehr erfreut war auch der Dechant über die acht, teils neuen Messdiener. „Ein Zeichen, dass es weiter geht, ihr seid unsere Zukunft!“
Auch nach der Zeremonie, in der auch das Pfingstfest nicht vergessen wurde, ging es mit viel Musik der Jugendband und dem Bläserkreis, sowie mit Essen und Trinken, Kinderanimation und gemütlichen Beisammensein weiter.
Bürgermeister Lebid brachte es in seinem Grußwort auf den Punkt: „Die Menschen von damals haben hier die Gemeinde geprägt und eine neue Heimat gefunden.“
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- Fotos: Phillip Drotschmann -
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„Wie ein Schiffsbug“, heißt die Festschrift, die zum 50-jährigen Jubiläum von Thorsten Neubert-Preine herausgebracht wurde.
Einige Exemplare sind noch im
Pfarrbüro Walsrode,
Sunderstr. 32, 29664 Walsrode,
Tel.: 05161-5787
E-Mail:
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Öffnungszeiten: Dienstag 15.oo – 17.oo Uhr
Mittwoch und Freitag 9.oo – 12.oo Uhr
gegen eine Kostenpauschale in Höhe von 6 Euro (plus evtl. Portokosten) erhältlich.
Angela Kirchfeld
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