Ehrenamt
Unvorbereiteter Gottesdienst
am 1. August 2010
am 1. August 2010
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Die Kirche ist dunkel, es brennen keine Kerzen, das Licht ist aus, keine musikalische Begleitung für das Eingangs- und Eröffnungslied. Dechant Siegmund Bulla betritt ganz alleine den Altarraum.
Was ist passiert?
Dechant Bulla klärt die verwunderte und unvorbereitete Gemeinde auf:
"Vor etwa einem Jahr haben wir gemeinsam mit Herrn Pastoralreferenten Christian Kindel theologisch über den einmaligen Stellenwert und die Wichtigkeit der Heiligen Messe nachgedacht. Heute wollen wir uns pastoraltheologisch und praktisch vor Augen führen, wer und was nötig ist, damit überhaupt Gottesdienst gefeiert werden kann. Es braucht Menschen.
Es braucht Menschen als Boten und Träger, damit Gottes Gegenwart spürbar und erfahrbar wird. Es braucht Menschen, die es als Ehre ansehen, ein Amt oder eine Aufgabe zu übernehmen, damit das Reich Gottes und die Kirche nirgendwo, sondern hier in Benefeld wachsen kann. Ehrenamtliche eben.
Es gibt sie bei uns. Sie werden in jedem Jahr gewürdigt, entweder mit einem kleinen Präsent oder mit einem Dankeschönessen. Heute möchten wir uns denen zuwenden, die dazu beitragen, dass wir Sonntag für Sonntag mit Jesus Christus zusammen die Heilige Messe feiern können.
Wir nehmen ihren Dienst als selbstverständlich hin. Erst wenn etwas nicht da ist und nicht so ist wie es immer war, dann bemerkt man Verlust und Mangel. Daher heute der künstlich erzeugte "Mangel"."
"Vor etwa einem Jahr haben wir gemeinsam mit Herrn Pastoralreferenten Christian Kindel theologisch über den einmaligen Stellenwert und die Wichtigkeit der Heiligen Messe nachgedacht. Heute wollen wir uns pastoraltheologisch und praktisch vor Augen führen, wer und was nötig ist, damit überhaupt Gottesdienst gefeiert werden kann. Es braucht Menschen.
Es braucht Menschen als Boten und Träger, damit Gottes Gegenwart spürbar und erfahrbar wird. Es braucht Menschen, die es als Ehre ansehen, ein Amt oder eine Aufgabe zu übernehmen, damit das Reich Gottes und die Kirche nirgendwo, sondern hier in Benefeld wachsen kann. Ehrenamtliche eben.
Es gibt sie bei uns. Sie werden in jedem Jahr gewürdigt, entweder mit einem kleinen Präsent oder mit einem Dankeschönessen. Heute möchten wir uns denen zuwenden, die dazu beitragen, dass wir Sonntag für Sonntag mit Jesus Christus zusammen die Heilige Messe feiern können.
Wir nehmen ihren Dienst als selbstverständlich hin. Erst wenn etwas nicht da ist und nicht so ist wie es immer war, dann bemerkt man Verlust und Mangel. Daher heute der künstlich erzeugte "Mangel"."
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Es ist kein elektrisches Licht in der Kirche, die Kerzen brennen nicht. Der Altar ist nicht vorbereitet. Das wäre immer so, gäbe es nicht unsere Küsterin, Frau Mazur. Sie schließt eine Stunde vor Beginn der Heiligen Messe die Kirche auf und hat alle Hände voll zu tun, um alles zu erledigen. Von ihren vielfältigen Aufgaben hat sie uns berichtet und die Aufzählungen waren mit Sicherheit nicht einmal komplett, wobei mir der letzte Satz noch gut in Erinnerung ist: ".... und wenn die Gemeinde bereits bei sich zu Hause zu Tisch sitzt und isst, lösche ich die Kerzen, reinige die Geräte, räume auf ....... und verschließe die Kirche."
Der Dank der Gemeinde ist Frau Mazur sicher und so verließ sie den Ambo unter großem Applaus.
Der Dank der Gemeinde ist Frau Mazur sicher und so verließ sie den Ambo unter großem Applaus.
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Ein zweiter Mangel. Das Eingangslied wurde ohne Orgel gesungen. Wir haben eine Orgel und auch einen Organisten, Herrn Otto. Gemeinsam mit Diakon Klaus Hartwig wird abgesprochen, wer an welchem Sonntag die musikalische Begleitung übernimmt. In dieser Gemeinde sind wir in der erfreulichen Lage, dass wir eben neben der Orgel auch eine Gitarrengruppe, den Bläserkreis, den Singekreis, einen Gospelchor, die Firmband und eine Flötengruppe haben. Aber es ist eben nicht selbstverständlich, dass auch alle bereits vor der Messe kommen, um immerhin 9 Lieder zu singen und zu spielen. Auch sollten diese Lieder passen und müssen mit dem jeweiligen Pfarrer abgesprochen werden.
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Als selbstverständlich nehmen wir bei uns den schönen Blumenschmuck in der Kirche. In der Fastenzeit und in der Adventszeit fehlt es ganz bewusst. Dieser Mangel möchte zum Fasten für die Augen einladen. Sonst aber muss jemand da sein, der ihn aus dem Garten oder Blumenladen holt und arrangiert.
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Für Benefeld macht das schon ganz viele Jahre Edith Sanz. Wie viel Freude es ihr macht sieht man Sonntag für Sonntag an den bewundernden Blicken der Kirchenbesucher. Blumenschmuck kostet viel Geld, das wissen wir alle, aber bei dieser Gelegenheit führte Dechant Bulla an, dass Frau Sanz durchschnittlich 0,80 Euro pro Sonntag dafür benötigt und das ist wirklich bemerkenswert bei 180 Messen im Jahr.
Viele Gemeindemitglieder haben sich bereit erklärt, die Lesungen am Sonntag als Worte des lebendigen Gottes vorzutragen. Die Lektoren sind liturgisch geschulte und von den Bischöfen dafür beauftragte Personen.
Es ist nicht egal, wer das Wort Gottes verkündet und wie er es vorträgt. Als unser Weihbischof Hans-Georg Koitz im Rahmen der Visitation bei der Vesper eine unserer Lektorinnen erlebte war er davon überzeugt, dass bei uns das Wort Gottes sehr würdig und einprägsam vorgetragen wird, so Cornelia Hartwig in ihren Ausführungen.
Die heutige Lesung aus dem Buch Kohlet trug der Lektor Peter Endres vor.
Ohne Messdiener wäre unsere Kirche viel ärmer und auch dieser Dienst muss gelernt sein. Roswitha Walkling hat sich seit einiger Zeit schon dieser Sache angenommen und verkündete stolz, dass derzeit 18 Messdiener und Messdienerinnen ihren Dienst in unserer Kirche leisten. Messdiener kann man erst nach der Erstkommunion werden und sie zählte auf, was sich die Jungen und Mädchen so alles merken müssen. Natürlich wird das geübt und neben einem "Anfänger" steht immer ein "Altgedienter", der bereits seit mehreren Jahren Erfahrungen hat. Frau Walkling führte aber auch an, dass es keine Altersbeschränkungen gibt und so wünscht sie sich, dass vielleicht auch einmal die Eltern diesen Dienst tun.
Die Kommunionhelfer teilen den Leib und das Blut Christi aus. Sie tun es hier in der Kirche. Einige bringen die Heilige Kommunion auch zu den Kranken nach Hause. Sie dürfen auch das Allerheiligste aussetzen. Auf diese Weise bringen sie Christus zu den Menschen und tragen so zum Aufbau der Gemeinde bei. Das Zweite Vatikanische Konzil schreibt: Dieser Dienst zeigt, dass alle Christen das allgemeine Priestertum besitzen. Er ist vergleichbar mit dem der Jünger bei der Brotvermehrung: "Damit alle satt werden".
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Viele Gemeindemitglieder haben sich bereit erklärt, die Lesungen am Sonntag als Worte des lebendigen Gottes vorzutragen. Die Lektoren sind liturgisch geschulte und von den Bischöfen dafür beauftragte Personen.
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Es ist nicht egal, wer das Wort Gottes verkündet und wie er es vorträgt. Als unser Weihbischof Hans-Georg Koitz im Rahmen der Visitation bei der Vesper eine unserer Lektorinnen erlebte war er davon überzeugt, dass bei uns das Wort Gottes sehr würdig und einprägsam vorgetragen wird, so Cornelia Hartwig in ihren Ausführungen.
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Die heutige Lesung aus dem Buch Kohlet trug der Lektor Peter Endres vor.
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Ohne Messdiener wäre unsere Kirche viel ärmer und auch dieser Dienst muss gelernt sein. Roswitha Walkling hat sich seit einiger Zeit schon dieser Sache angenommen und verkündete stolz, dass derzeit 18 Messdiener und Messdienerinnen ihren Dienst in unserer Kirche leisten. Messdiener kann man erst nach der Erstkommunion werden und sie zählte auf, was sich die Jungen und Mädchen so alles merken müssen. Natürlich wird das geübt und neben einem "Anfänger" steht immer ein "Altgedienter", der bereits seit mehreren Jahren Erfahrungen hat. Frau Walkling führte aber auch an, dass es keine Altersbeschränkungen gibt und so wünscht sie sich, dass vielleicht auch einmal die Eltern diesen Dienst tun.
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Die Kommunionhelfer teilen den Leib und das Blut Christi aus. Sie tun es hier in der Kirche. Einige bringen die Heilige Kommunion auch zu den Kranken nach Hause. Sie dürfen auch das Allerheiligste aussetzen. Auf diese Weise bringen sie Christus zu den Menschen und tragen so zum Aufbau der Gemeinde bei. Das Zweite Vatikanische Konzil schreibt: Dieser Dienst zeigt, dass alle Christen das allgemeine Priestertum besitzen. Er ist vergleichbar mit dem der Jünger bei der Brotvermehrung: "Damit alle satt werden".
Voraussetzungen für einen Kommunionhelfer sind der Antrag des zuständigen Geistlichen beim Ortsbischof um Unterstützung. Der Pfarrer allein schlägt die Kandidaten vor und er steht für sie ein. Das Mindestalter der Kandidaten beträgt 25 Jahre. Es folgt dann eine entsprechende Schulung und am Ende erhalten die Kommunionhelfer/-innen im Rahmen einer Eucharistiefeier eine Urkunde des Bischofs mit ihrer Beauftragung, die vier Jahre gültig ist. Sie kann dann auf Antrag des Pfarrers um weitere vier Jahre verlängert werden.
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- Fotos: Erika Drotschmann - |
Ja, so viele Hände sind nötig, damit es für alle eine schöne Heilige Messe werden kann und Dechant Siegmund Bulla, nun in Begleitung der Messdiener, froh und auch ein wenig stolz zum Schlusslied in die Sakristei gehen kann und jedem Einzelnen sei hiermit noch einmal gedankt, dass er ehrenamtlich für uns alle da ist.
Erika Drotschmann





















